Was ist Noma?

Die Krankheit Noma ist bei uns wenig bekannt. Die bakterielle Infektionskrankheit entwickelt sich in der Mundhöhle und zerfrisst in kurzer Zeit die Weichteile und das Knochengewebe im Gesicht.

 

Noma tritt da auf, wo Armut herrscht. Faktoren wie Mangelernährung, schlechte Mundhygiene und der erschwerte Zugang zu medizinischer Versorgung fördern die Entstehung. Kinder zwischen zwei und sechs Jahren mit geschwächtem Immunsystem sind besonders häufig betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) schätzt die Zahl der jährlichen Erkrankungen auf über 140‘000 Fälle. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 70 und 80 Prozent.

Überlebende leiden an Entstellungen und haben vielfach Schwierigkeiten zu atmen und zu essen. Neben den körperlichen Leiden hat Noma aber auch eine soziale Dimension: Sie wird oft als Fluch verstanden, was zu Diskriminierung, Stigmatisierung und sozialem Verstoss der Erkrankten führt. Dass es sich um eine heilbare Krankheit handelt, ist meist unbekannt. Dabei wäre sie im frühen Stadium durch Antibiotika, Mundspülungen und ausgewogene Ernährung einfach zu behandeln.

 

Die OP-Teams von CHEIRA behandeln betroffene Kinder, kämpfen aber auch durch Aufklärung und Prävention gegen die Krankheit an.