Erfolgreicher Herbst 2021

CHEIRA darf auf einen erfolgreichen Herbst 2021 zurückblicken. Sämtliche Einsätze brachten positive Erkenntnisse:

 

In Uganda traf das Einsatzteam im Oktober auf sehr motiviertes Personal. Ein befreundetes englisches Hilfswerk hat unter anderem in verlässliche Wasserversorgung investiert, dank der eine Waschmaschine angeschafft werden konnte, um beispielsweise die Operationswäsche zu reinigen. Das CHEIRA-Team war kleiner als beim Frühlingseinsatz, weil das Teaching des Fachpersonals vor Ort im Vordergrund stand.

 

Zudem hat ein Fachmitarbeiter von CHEIRA sogenannte Burn-Sets in sehr abgelegenen Dörfern verteilt. Immer wieder verbrennen sich Kindern an offenen Feuerstellen. In der Mai-Mission ist aufgefallen, dass sie schwere Verbrennungen erleiden. Durch falsches Verbinden sind ihnen die Finger teilweise zusammengewachsen. Dank der abgegebenen Burn-Sets soll ein fehlerhaftes Verbinden nicht mehr möglich sein, sollen Verstümmelungen vermieden werden. 

Kurz darauf stand ein weiteres Team in Kenia im Einsatz. Im Kilifi County Hospital wurde zum ersten Mal operiert, was – nicht ganz unerwartet – zu einigen Komplikationen in der Prozessabwicklung führte. Nichtsdestotrotz konnten 44 Patienten erfolgreich behandelt werden, darunter ein drei Monate altes Kind. 

 

Im November reiste ein kleines Team von drei Personen zu einem abgelegenen Spital in Kamerun. Ziel dieses Erstbesuchs war, die Menschen und deren Bedürfnisse kennen zu lernen. Begeistert berichtete unser Einsatzteam von seinen Eindrücken und Erfahrungen. Es habe ein sehr motiviertes Team sowie ein adäquat ausgerüstetes Spital vorgefunden, welches für CHEIRA-Einsätze bestens geeignet sei. 

 

Nun geht es darum, bei den Spitälern abzufragen, welche Bedürfnisse sie an Unterstützung durch uns im kommenden Jahr haben und die Einsätze entsprechend zu planen.

CHEIRA | Swiss Humanitarian Surgery

CHEIRA | Swiss Humanitarian Surgery hat sich der Organisation und der Durchführung von medizinischen Massnahmen für hilfsbedürftige Menschen verschrieben. Wir engagieren uns in Entwicklungsländern und Krisengebieten, wo die Menschen ganz besonders auf Hilfe angewiesen sind. Im Fokus unserer Tätigkeit stehen entstellende und invalidisierende Leiden wie die Infektionskrankheit Noma, die Folgen von Tumoren, Unfällen oder Schlangenbissen sowie angeborene Fehlbildungen. Die OP-Teams von CHEIRA führen unterschiedlichste Spezialeingriffe durch, die von den örtlichen Ärzten nicht vorgenommen werden können.

 

Der Begriff Cheira stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Hand. Er steht aber auch symbolisch für unser Engagement: Wir wollen Hand bieten, wo Hilfe benötigt wird, den Menschen vor Ort zur Hand gehen und Hand in Hand mit ihnen arbeiten, um ihnen so ein besseres Leben zu ermöglichen.

 

CHEIRA ist aus einem Rotary Projekt entstanden und wird weiterhin von Rotary und anderen Serviceclubs unterstützt und gefördert. Alle Involvierten engagieren sich freiwillig und unentgeltlich.

 

Zweck - Art. 3

Der Verein bezweckt die Organisation und/oder Durchführung und/oder Unterstützung medizi-nischer Massnahmen, insbesondere zur interventionellen Behandlung von Folgen entstellender oder invalisierender Krankheiten oder Unfällen. Die Massnahmen richten sich an hilfsbedürftige Menschen vor allem in Entwicklungsländern. Die Behandlungen werden ohne Ansehen der Nationalität, der ethnischen Herkunft, der Sprache, des Glaubens, der sozialen Stellung oder der politischen Überzeugung, durchgeführt. Die Erfüllung der Aufgaben erfolgt nach den Grundsätzen von Unparteilichkeit, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit.

 

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Mehr als Worte .....
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